Die Angst vorm Gewinnen.

Mir ist wieder in Erinnerung gekommen, dass ich in meiner Kindheit einen sehr seltsamen Bezug zum Gewinnen hatte. Vor Gemeinschaftsspielen hatte ich panische Angst. Wieso? Die Gründe dafür dürfte für „normale Menschen“ schwer nachvollziehbar sein, weil der Natur des Menschen widersprechen.

Ich hatte einerseits Angst vorm Verlieren bzw. Versagen, weil ich dadurch glaubte, dass die anderen über mich lachen. Anderseits hatte ich auch Angst vorm Gewinnen, weil das den anderen wehtut bzw. verletzt, dass sie in der Partie schlechter/schwächer waren als ich. Ich konnte darin kein gutes Gefühl entwickeln und verspüren. Das was andere Instinktiv tun und Spaß macht, habe ich in der Kindheit nicht beherrscht und habe deshalb sehr extreme Eigenarten entwickelt.

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Harte Schachpartien am Wochenende.

Letztes Wochenende hatte ich zwei harte Turnier-Schachpartien zu schlagen. Freitag war es die Stadtmeisterschaft. Dort kam ich gegen einen sehr starken Schachspieler in der ersten Runde. Am Sonntag war ich als Ersatzspieler für ein Mannschaftsturnier eingeplant.
Am Freitag verlor ich das Spiel und am Sonntag machte ich ein Remi (Unentschieden). Leider verpasste ich am Sonntag die Chance auf den Sieg – wie ich jetzt in der Analyse feststellen muss. Die Spieler nenne ich aus Datenschutzgründen „Spieler T“ oder „Spieler a“ usw.
Das mein Gegner am Sonntag so eine niedrige DWZ hatte wusste ich davor nicht.

Ich hatte mehrmals die Chance, Fehler meines Gegners auszunutzen.
Wie bei 7. Ne4. Ich habe da zu schnell und einfach gedacht. Ein wenig Druck wollte ich auf meinen Gegner ausüben, aber der Zug bringt mir keinen Vorteil. Viel besser wäre 7. d4 gewesen. Einfach die Zentrumskontrolle beanspruchen. Das bringt einen Vorteil ein aber der Springerzug nicht – außer Schwarz macht einen Fehler.
Bei 13. fxg3 habe ich die nächste Ungenauigkeit gemacht. hxg3 wäre stärker gewesen. Bei 16. c5 gab es auch einen besseren Zug für mich. Ich hätte mit meinem weißen Läufer den Springer auf e4 angreifen sollen. Dadurch werden die Probleme von Schwarz größer.
Mein großer Fehler ist 21. Sg5. Ich wollte einen Springerabtausch erzwingen, um mit der Dame auf d2 den gefesselten Springer anzugreifen. Auch hier hätte ich den Springer auf e4 mit meinem weißen Läufer attackieren sollen. Ich weiß selbst nicht, wieso ich das nicht gesehen habe. Ich war auf eine komplett andere Strategie fokussiert, wodurch ich diese viel besseren Möglichkeiten außer acht gelassen habe.
Der mit Abstand ärgerlichste Zug von mir war 25. Db8+
Ich habe mich da unter Zeitdruck gefühlt und die Lage nicht mehr objektiv überschaut. Unter Druck fällt es mir schwer einen kühlen Kopf zu bewahren und gute Züge zu finden.

Der richtige Zug wäre 25. Tc7 gewesen. Schwarz kann den weißen Läufer zwar auch schlagen, aber dann droht Matt. Selbst 25. … De1+ bringt Schwarz nichts. Ich ziehe einfach meinen Läufer dazwischen. Eine Mattdrohung und ein Dauerschach kriegt Schwarz nicht hin. Schwarz muss f5 spielen und reißt somit seinen König komplett auf. Weiß muss aufpassen, dass Schwarz kein Abzug, Dauerschach oder Matt kriegt. Wenn Weiß keine Fehler macht, gewinnt es die Partie.
Leider habe ich das nicht gesehen und mit 25. Db8+ auf ein Dauerschach gespielt und somit kam es zum Remi.
Die Mannschaft hat 4:4 gespielt. Das Endergebnis der Mannschaft ist gut, aber meine Leistung war hier nicht gut. Wenn ich die Lage richtig bewertet hätte, wäre mir aufgefallen, dass ich eindeutig auf Gewinn stehe. Das Remi hätte ich nicht machen dürfen. Aber so läuft es im Leben.

Was daraus lernen?

Stellungen genau betrachten und nicht unter Zeitdruck ungenau werden. Wie hier gesehen werden kann, kann das den Sieg kosten. Mein Gegner hat schlechter gespielt als ich. Ich hatte ständig Chancen. Es gab wenige Momente, in denen Schwarz einen Vorteil hat (einmal hatte Schwarz einen Vorteil von 0,52 im Zug 9. Sg3.
Ich muss daran arbeiten, einen kühlen Kopf zu bewahren in so hitzigen Partien. Das klingt leichter, als es ist. Gerade Druck ist für mich schwer zu kompensieren. Ein Hauptgrund warum ich in der Jugendzeit lange gezögert habe, einem Sportverein beizutreten. Es war die Angst, vorm Druck und den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Ich bin zuversichtlich das hinzukriegen.

Die Partie vom Freitag.

Ich kannte den Gegner gut, weil er mich trainiert. Es handelt sich um einen GM (Grand Master) der über 2.000 DWZ hat.

Ich habe mich gut eröffnet, jedoch Ungenauigkeiten und darauf folgend Fehler gemacht. Vor allem habe ich in Situationen Figuren abgetauscht, obwohl das nicht gut für mich war.
Ich wollte das Spiel vereinfachen und auf ein ausgeglichenes Endspiel setzen, in dem ich ein Remi halten kann. Gerade aus der Angst heraus, weil mein Gegner viel Stärker ist als ich selbst.

Was daraus lernen?

Solide Eröffnungen spielen und keinen hastigen Figurenabtausch machen, weil es meistens schlechter für einen selbst ist.

Wie gewinne ich eine Schachpartie?

Eine Schachpartie zu gewinnen klingt leichter als es ist. Wenn du nicht gerade gegen einen Spieler kommst, der mehr Fehler macht als du selbst, wird es schwierig.

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Die nächste Schachsaison fängt an.

Wie manche von euch Wissen bin ich in einem Schach-Verein (TG-Biberach) und spiele jedes Jahr Turniere mit. Ich spiele Schach seit ich etwa 14 Jahre alt bin. Im Verein bin ich mit 16 Jahren hinein.
Seit diesem Monat fängt bei mir die nächste Schachsasion an. Ich spiele Stadtmeisterschaft und Mannschaftsturniere mit.
Ich habe mir nun überlegt neben meiner Literaturaktivität diesen Blog mit meiner Schachinteresse zu füllen. Vielleicht begeistere ich den einen oder anderen dafür 😉

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Teilnahme an der Doppel-Ausschreibung: „Weltstaat“ /„Zersplitterung“

Auf Facebook habe ich es bereits angekündigt. Ich nehme an einer Doppel-Ausschreibung teil. Es handelt sich hierbei nicht um Fantasy, sondern geht mehr in Richtung Dystopie/Science-Fiction-Szenario.
Da ich solche Szenarien gerne lese und anschaue, passt es sehr gut.
So kann ich in einem anderen Genre experimentieren.

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Das Schreiben hört nicht auf.

Hallo zusammen. Ich bin weiterhin Aktiv im Schreiben bloß leiden gerade meine Aktivitäten im Internet. Keine Sorge ich werde bald wieder mehr von mir preisgeben.

Abenteuer-Literatur.

Auf dem Portal habe ich eine Fantasy-Geschichte veröffentlicht zuletzt. Der Schmerz der Zeit ist eine kritische Fantasy-Geschichte. Ich werde künftig mehr mit verschiedenen Arten des Schreibens experimentieren.

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Der Oktober und die Suche

Bei der Frankfurter Buchmesse war ich dieses Jahr leider nicht, aber dafür bin ich bei der Buchmesse in Berlin ende November dabei. „Buch Berlin“ ist die drittgrößte Buchmesse in Deutschland.
Nach der Messe fehlt nur noch Leipzig und dann habe ich alle drei großen Buchmessen gesehen 😉

Die Identitätssuche beim Schreiben.

Ich schreibe weiterhin primär Kurzgeschichten für den Sarturia-Verlag und für die Fiction-Tap-App.
Das Schreiben macht mir gerade Spaß. Ob ich mal wieder eine Fantasy-Geschichte schreibe, weiß ich noch nicht. Ich möchte erst einmal mein Schreibstil über Kurzgeschichten verbessern und meine eigene Art entdecken. Es ist praktisch die Suche nach der eigenen Identität im Autorenleben – die Suche ist durchaus wichtig. Weiterlesen

Zwei neue Kurzgeschichten

Der Kalender 2018/19 für Schüler und Studenten im Landkreis Biberach vom Zeitraffer.

Im Juli habe ich eine neue Kurzgeschichte veröffentlicht im regionalen Timer bzw. Schülerkalender.
Letztes und vorletztes Jahr habe ich bereits eine Kurzgeschichte dort veröffentlicht.
Voraussichtlich ist es der Letzte – außer jemand anders macht ihn neu weiter. Weiterlesen