Erinnerungen aus der Vergangenheit

Heute habe ich zufällig aus einer Schublade, zwei alte Disketten gefunden. Früher habe ich meine ganzen Fantasie-Geschichten auf Disketten gesichert.

Der erste Rechner

Da ich früher Schwierigkeiten hatte eine leserliche Handschrift zu beherrschen, stand gleich fest, dass ich die Geschichten auf einem Computer schreibe. Ich bekam dann einen gebrauchten Rechner geschenkt. Zwar mit Windows 95 und bei dem das Schreibprogramm Word, die Höchstleistung abverlangt hat, aber Hauptsache eine Möglichkeit zu schreiben. Ich druckte immer die Seiten aus, um sie meiner Mutter zum Lesen zu geben. Später machte ich es nicht mehr, weil es auf Dauer zu teuer mit den Druckkosten wurde.

2007 konnte ich mir dann einen modernen Rechner leisten, mit dem Geld der Konfirmation. Disketten verwendete ich weiterhin. Irgendwie hat mir das Speichermedium gefallen. Im Jahr 2010 verabschiedete ich mich von der Diskette und sicherte die Geschichten auf USB-Stick und später zusätzlich auf einer externen Festplatte.

Wie habe ich damals Geschichten geplant?

Um ehrlich zu sein: Gar nicht. Ich habe alles im Kopf konstruiert und so niedergeschrieben. Mittlerweile würde ich es nicht mehr machen. Ich muss selbst eingestehen, dass dadurch die Übersicht verloren ging. Deshalb tue ich meine neuen Geschichten nicht mehr so schreiben. Ich plane sie nun mit einem Exposé und einem Handlungsexposé. Dadurch behalte ich die Kontrolle über den Verlauf der Geschichte. Papyrus hat mir viel geholfen, um eine bessere Organisation beim Schreiben zu haben. Ich habe mich weiterentwickelt und dass ist gut.

Das Wichtigste ist, dass ich damals überhaupt gewagt habe, eine Geschichte zu schreiben. Hätte ich es nicht getan, wüsste ich nicht, ob ich heute zu dem Mensch geworden wäre, der ich jetzt bin. Das Schreiben hat mir geholfen, Ereignisse, Gedanken und Emotionen zu verarbeiten. Für mich war es ohnehin schwer die Welt und vor allem die Handlungen meiner Mitmenschen richtig einzuschätzen und zu verstehen. Dafür kann das Schreiben ein wunderbares Werkzeug sein: zum Verarbeiten, reflektieren und lernen.

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