Aus alten Ideen neues entwerfen

Manchmal glaubt man, dass aus alten Ideen und angefangenen Geschichten nichts mehr Gutes entstehen kann – ein Fehler! Die Entwürfe dürfen nicht in der Mülltonne verschwinden.

Alle Ideen besitzen Potenzial.

Während ich meine vorletzte Fantasy-Geschichte der Trilogie schrieb (2009), habe ich kurz die Lust verloren. Zwischendurch begann ich parallel eine neue Geschichte. Nach einer Weile kehrte ich an meiner Hauptgeschichte wieder zurück. Nach dem Beenden der Fantasy-Trilogie wollte ich einen Politthriller anfangen. An meinen vorherigen Entwurf habe ich nicht mehr gedacht. Für den Thriller hatte ich da wesentlich mehr Ideen zu dem Zeitpunkt. Letztes Wochenende habe ich in meinem Ideenordner auf dem PC, meine alten Geschichten durchgeschaut und bin so wieder auf sie gestoßen. Am Donnerstag passierte mir ein Gedankenblitz, als ich kurz an meinen vergangenen Entwurf zurückdachte. Auf einmal habe ich Ideen für das Konzept, bei dem ich anfangs viel zu wenig hatte, um weiter zu schreiben.

Was lerne ich daraus?

Niemals sollte ein Autor einen Entwurf ganz abschreiben. Später können doch einem die Ideen kommen, die man damals einfach nicht hatte. Für die neuen Ideen trägt natürlich mein angesammelter Wissenstand bei, denn ich früher in der Form, nicht hatte. Allein über Politik, das Finanzsystem, Machtspiele usw. wusste ich früher kaum was – das hat sich inzwischen stark geändert. Deshalb tue ich in meinen neuen Geschichten vermehrt reale Themen und Probleme behandeln.

Ich bin froh, dass ich den Entwurf nicht gelöscht habe. Später können sie sich zu einer guten Geschichte verwerten lassen. So gesehen ist es manchmal gut, Geschichten abzubrechen, für die kaum Ideen vorhanden sind. Später können die großen Lücken der Konstruktion gefüllt werden, durch neue Erfahrung und Inspiration.

Am besten alle Konzepte aufschreiben auf Papier oder als Dokument. Ideen kommen und gehen, sie müssen nur festgehalten werden. Die große Arbeit besteht darin, daraus ein Kunstwerk zu formen bzw. eine Geschichte. Der Elementarbaustein ist die Idee. Wer die Idee hat, kann viel mehr machen, als jener der keine hat. Es ist wie beim Malen oder Tonen: Wer sein Werk bereits vor Augen hat, kann sofort loslegen und es kann was Wundervolles daraus werden.

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