Die Sache mit dem Plan

Als ich im Alter von 14. Jahren anfing meine Geschichten zu schreiben, dachte ich mir: Ich schreibe einfach mal drauf los. Es hat auch geklappt. Klar, der Plot meiner Fantasy-Trilogie ist deshalb recht simpel gehalten. Bei meiner aktuellen Geschichte merkte ich, dass es bei komplexen Plots nicht mehr ohne einen Grundplan geht. Einfach drauf losschreiben kann schlecht enden.

Grundgerüst war da.

Das Grundgerüst besaß ich schon. Ich schreibe erst die Geschichten nieder, wenn sie ausgereift sind. Für meinen Politthriller habe ich genügend im Kopf gehabt. Nur geriet die Geschichte ins Stocken. Begonnen habe ich im Herbst 2014 mit ihr. Im Jahr 2015 ging kaum was voran, weil ich mich um andere Sachen kümmerte und das Schreiben gelegentlich machte. So tat ich es auch manchmal bei meiner Fantasy-Trilogie und es ging trotzdem. Aber bei einem komplexen Plot geht es nicht. Den roten Faden verliert man da schnell.

Ende 2015 habe ich dann angefangen, wieder mehr an der Geschichte zu schreiben. Es hat etwas gedauert, bis ich mich in die Geschichte zurückgefunden habe. Durch das Fernstudium gewöhnte ich mir ab Januar 2016 eine Schreibroutine an.

Die schreckliche Feststellung.

Aufgrund der Schreibroutine bekam ich im April 2016 die Geschichte fertig geschrieben. Leider musste ich merken, dass der Plot viel zu komplex bzw. verwirrend ist. Gemerkt habe ich es durch die Schreibwerkstatt, bei der ich seit März 2016 bin. Beim Exposé schreiben merkte ich, dass ich alles ändern muss. Ich habe meine Geschichte komplett umgeschrieben.

Bei der Überarbeitung von April bis ende August 2016 machte ich eigentlich nichts anderes, als die Geschichte neu zu schreiben. Ich habe versucht, Teile der alten Version zu übernehmen, aber sie haben nicht mehr ganz so reingepasst. Es ist frustrierend die Geschichte noch einmal neu zu schreiben, doch ich habe es trotzdem, ohne zu zögern, getan. Ich wusste: Es ist nötig, wenn ich sie veröffentlichen will. Es führte kein Weg daran vorbei. Zu viele Fragen warf das erste Exposé auf.

Die Zufriedenheit

Nun bin ich mit der Geschichte fertig. Ich tue nur etwas Feinschliff noch betreiben und dann sie einer Bekannten weitergeben, die es mir lektorieren kann. Danach werde ich mich bei Verlagen bewerben. Mit dem neuen Exposé bin ich viel zufriedener. Es ist wesentlich logischer und spannend. Ich habe das neue Exposé, bei der Schreibwerkstatt den anderen vorgetragen. Darauf bekam ich viel positives Feedback. Die Geschichte wie sie jetzt ist, hat potenzial. Es muss ein Lektorat darüber. Viel übersieht man selbst gerne, egal wie oft man es durchliest.

Um in Zukunft Zeit zu sparen, werde ich meine Geschichten etwas vorplanen. Ein Exposé davor zu schreiben, ist sehr hilfreich um den roten Faden nicht zu verlieren und um sich nicht zu verstricken. Deshalb tue ich in Zukunft vor jeder Geschichte ein Exposé darüber schreiben. Eine gewisse Grundplanung auf Papier zu halten, ist für alle Autoren ratsam.

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